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steffen.m

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Mittwoch, 19. April 2017, 23:15

Die kleine Macht des DEKRA-Fritzens

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Nachdem nach 4 Jahren die Reifen abgefahren waren, habe ich meine originalen 16" Felgen gegen 17" Felgen Platin P69 mit 225/65 R17 Reifen ersetzt. Die Felgen hatten eine ABE. Für den Lancia Voyager gab es keine Auflagen (nur das übliche Schneeketten Geraffel). Der Chrysler Grand Voyager hatte die Auflage A01 (Vorführen zur Abnahme). An sich schon idiotisch, da ja der gleiche Wagen.

Also heute zum Vorführen gefahren. Die Werkstatt vor der Firma war willig, aber der anwesende Prüfer quittierte, weil mein Auto "Chrysler Town & Country" eben nicht "Lancia Voyager" oder "Chrysler Grand Voyager" hieß, RT 2008 - 2016 interessierte nicht. Ich sollte deshalb zur DEKRA fahren. Die war nur 2km weg. Also da hin. Da wurde ich von einem Prüfer zu einem anderen verwiesen mit der Bemerkung "Hier kommt ein Spezialfall". Der Typ verleierte die Augen. Wahrscheinlich passte es ihm gar nicht, dass ich 16:30 Uhr da aufkreuzte.

Mir wurde mitgeteilt, das meine ABE das Papier nicht wert ist, auf dem sie gedruckt ist. Auch, das der Wagen in den 4 Jahren von allen Versicherungen immer als Chrysler Grand Voyager / Lancia Voyager versichert worden ist, interessierte ihn nicht. Das Fahrzeug sei ein Direkt-Import, damit muss immer eine A21 (Einzelabnahme) gemacht werden, wenn andere Reifen drauf kommen. Er hat sich wichtig gemacht, dass meine im Fahrzeug-Schein eingetragenen 235/65 R16 Reifen zu den nun montierten 225/65 R17 Felgen eine Abweichung von 5% haben und 4% sind zulässig. Als ich ihm darauf antwortete, dass man heute so was im ABS-Modul korrigiert und das selbstverständlich erledigt worden ist, hat er scheinbar begriffen, dass er keinen dummen Jungen vor sich hat. Da war es 16:45 Uhr. Feierabend-Gefahr? Er stutzte und meinte, ich könnte ja viel erzählen. Er ließ sich nicht einmal drauf ein, dass ich ihm live die programmierte Reifengröße vorführe.

Er verlangte, dass ich zu einem Tacho-Justier-Dienst fahre und dort den Nachweis erbringe, dass die Abweichung kleiner als 4% ist. Danach kann ich wieder kommen. Wie finanziert sich die DEKRA? Bei A01 kommt sicher deutlich weniger rüber als bei A21. Dumm nur, dass ich für den Tacho-Test ja auch noch löhnen muss.
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zunke

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Donnerstag, 20. April 2017, 07:50

Nix los mit die Jungs! Erinnert mich an Werners konservativen Wurstblinker. Klar kostet das mehr.
Ist jetzt natürlich doof. Hättest du Dir da vorher nicht einen Statusbericht ausdrucken können?
Aber so blöde wie die das brauchen, kann man gar nicht denken. Wer macht denn die Tachojustierung, doch nicht etwa auch die Dekra?
Gerhard

steffen.m

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Donnerstag, 20. April 2017, 08:32

Den Konfigurationsbericht des TIPM, wo der benötigte Reifenumfang mit 2215 mm drin steht, hatte ich dabei. Selbst das Notebook mit der Witech hatte ich auf dem Beifahrersitz. Ich hätte es ihm live zeigen können, was im Fahrzeug einprogrammiert ist.

Das hat ihn nicht interessiert. Der war einfach auf Krawall gebürstet. Hackte nur immer drauf rum, das im Fahrzeugschein 235/60 R16 drin steht und damit jetzt mit 225/65 R17 nun eine Abweichung von 5% besteht. weil das vorher 2110 mm und nun 2215 mm Umfang sind. Hat er mir ganz stolz auf seinem Laptop gezeigt. Der wollte einfach nicht begreifen, dass die Reifengröße im Fahrzeug korrigiert worden ist.

Nein, die Tachoeichung bzw. das Protokoll macht nur ein zertifizierter Eich-Service - der logischerweise das nicht kostenlos macht.
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Jaslancia

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Donnerstag, 20. April 2017, 08:33

Ich habe ähnliche Erfahrungen mit meinen Rädern gemacht.
Am besten noch mal jemand anderes anfahren, vielleicht ist derjenige dann nicht so engstirnig.
Falls du in der Nähe von Karlsruhe wohnst, kann ich dir nen kompetenten Mann empfehlen.

Dass der Chrysler A01 hat ist höchst merkwürdig, da die EG Nummer beim Lancia und Chrysler die gleiche ist. Ein schlauer TÜVer sollte das direkt sehen und dich wieder wegschicken (ABE ins Handschuhfach und fertig).

MadMax63

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Donnerstag, 20. April 2017, 13:15

was steht denn jetzt im Schein? Einmal schreibst Du 235/65R17 (das wären 1,8% Differenz) und einmal 235/60R16 (das wären 5,2% Differenz).
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steffen.m

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Donnerstag, 20. April 2017, 20:40

235/60 R16 stimmt, also 5,2%. Ohne Korrektur im Fahrzeug außerhalb des erlaubten. Aber im Fahrzeug ist es ja sofort mit dem Tausch der Räder geändert worden, also real 0% Abweichung.
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steffen.m

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Freitag, 21. April 2017, 21:49

Heute bin ich zu einer anderen DEKRA-Station gefahren. Nach langen 2,5h war das Ding durch.

Der Prüfer rümpfte auch erst die Nase, weil auf der ABE nur Chrysler Grand Voyager (RT) und Lancia Voyager (RT) standen, jedoch nicht Chrysler Town & Country RT. Aber er hat begriffen, dass Chrysler, Dodge, Lancia die gleiche Basis haben. Er akzeptierte auch sofort die Information zum umgestellten Reifenumfang und sagte, dass das sehr gut ist und uns jetzt viel Arbeit erspart. So unterschiedlich wird das also ausgelegt. Der Leiter der DEKRA-Station kam noch dazu. Gemeinsam haben sie das Auto inspiziert, alles mit Fotos dokumentiert.

Zum Schluss kam das Papier raus, dass die Reifengröße 235/60 R16 aus dem Fahrzeugschein zu streichen ist und dafür 225/65 R17 aufgenommen werden soll. Der Spaß hat dann 87€ gekostet (A21, Einzelabnahme). Nun darf ich noch zur Zulassungsstelle latschen und dort einen geänderten Fahrzeugschein holen.

Nebenbei wurde ungewollt noch ein vollständiger Lichttest gemacht. Meine selbst eingebauten Xenons schienen Niemanden der 3 Prüfern zu stören, nicht einmal, dass im Fahrzeugschein "ohne LWR".
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Jaslancia

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Freitag, 21. April 2017, 22:31

87€?!
Tjaja, willkommen in Deutschland.
Am besten man fasst sein Auto gar nicht an und kauft sich einen Golf.

steffen.m

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Freitag, 21. April 2017, 22:41

Den musst du dann aber in Amerika kaufen und hierher importieren, damit du dann die 5000$ Entschädigung von VW bekommst...

Ja, 87€. Das ist keine A01 (Zur Beschau vorführen) gewesen, die so ca. 40-50€ kostet. 21 (Einzelabnahme) ist bei Import-Fahrzeugen bei jeder Änderung notwendig, wie ich nun auch weiß. Auf dem Gutachten steht 58,70€ für §21 Technische Änderung mittel und 29€ Zusatzaufwand.
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zunke

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Samstag, 22. April 2017, 10:33

Glückwunsch Steffen, das es nun doch geklappt hat.
Ich habe manchmal den Eindruck, wie auch bei den Werkstätten, das viele nicht auf der Höhe der Zeit sind. Keine Dienstleister, sondern nur noch stupide Ausführungsroboter,
ohne berufliche Neugier. Erstmal ablehnen, ohne groß nachzudenken. Immer schön nach Schema F.
Gerhard

steffen.m

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11

Samstag, 22. April 2017, 20:47

Ist halt scheinbar ne Glückssache wie ein Prüfer die Sachlage für sich auslegt. Könnte mir gut vorstellen, dass da auch solche Faktoren reinspielen, ob es gerade Stress mit dem vorherigen Prüfobjekt gab, einer dumm gekommen ist usw. Sollte zwar beim nächsten Kunden eigentlich keine Rolle spielen, aber wer kann seine Wut schon von einem zum anderen Moment abschalten. Für mich ist das Verhalten des ersten Prüfers zumindest unverhältnismäßig gewesen.
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