Hello Vince,
thank you for your advice!
Ich gehe jetzt davon aus, das die ganze Sache so funktioniert: Es gibt das Radio Frequency Hub Modul (RFHM), das den korrekten Schlüssel erkennen soll, und das Electronic Steering Column Lock (K05026788AD), das elektrisch einen Verriegelungsbolzen in die Lenksäule fährt und so das Lenkradschloss bildet.
Beim Versuch, den Motor zu starten, checkt das RFHM, ob es sich um den richtigen Schlüssel handelt. Wenn er korrekt ist, sendet es ein Signal an das Lock-Modul, das darauf hin den Verriegelungsbolzen aus der Lenksäule fährt und anschließend wieder dem RFHM meldet, das der Bolzen entfernt wurde (bidirektionale Kommunikation). Das Lockmodul hat einen Anschluß mit Würfelstecker an dem sowohl die Kommunikationsleitung zum RFHM als auch ein Kabel zur Stromversorgung u.a. des Motors (12 V) angeschlossen ist. In dem Lock-Modul wird vermutlich zwischen dem Motor und dem Veriegelungsbolzen ein kleines Getriebe aus Kunststoffrädern sitzen, das die Kraft überträgt. Wenn dann nach einigen Jahren bei einem Getrieberad ein Zahn herausbricht, gibt es ein klickendes Geräusch und häufig schafft es das Getriebe nicht, den Zahn irgendwie zu "Übrspringen", womit der Verriegelungsbolzen in seiner ausgefahrenen Position bleibt. Wenn es das Getriebe doch nach mehreren Versuchen schafft, ist es eher Glück!
Würde man nun den Stecker am Lock-Modul abziehen, nachdem der Motor gestartet wurde und der Verriegelungsbolzen runtergefahren wurde, dann hätte es zwar keinen Strom mehr und könnte den Bolzen nicht wieder rausfahren, jedoch würde dann auch spätestens beim nächsten Start die Kommunikation zwischen dem RFHM und dem Lock-Modul nicht mehr funktionieren und der Motor wahrscheinlich nicht mehr anspringen.
Und hier kommt nun der Emulator ins Spiel, der die Kommunikation des Lock-Moduls übernimmt und dem RFHM vorgaukelt, das er das Lock-Modul ist und den Bolzen ein- bzw. ausfährt, obwohl dies in Wirklichkeit nicht mehr geschieht. Das RFHM ist trotzdem zufrieden mit den "Antworten", die es vom Emulator erhält und Wagen lässt sich starten und fahren.
Entsprechend wäre die Empfehlung, einen der verlinkten Emulatoren zu kaufen. Anschließend die Verkleidungen unterm Lenkrad bzw. im Fußraum soweit öffnen, dass Du an den Stecker des Lock-Moduls kommst. Dann den Motor starten und nachdem das Lockmodul den Bolzen eingezogen hat (also wenn sich das Lenkrad voll drehen lässt) den Stecker abziehen und in den Emulator stecken. Diesen dann mit Kabelbinder o.ä. fixieren und am Besten noch mal den Fehlerspeicher auslesen und ggf. leeren.
Auf diese Weise geht Dir zwar der (theoretische) zusätzliche Diebstahlschutz durch die Lenkradsperre verloren, das sie nun dauerhaft deaktiviert ist (da das Lock-Modul lahmgelegt bleibt und folglich der Bolzen nicht mehr ausfährt), aber dafür ist das Problem preiswert behoben und Du kannst es sogar selbst durchführen.
Alternativ könntest Du auch das Lock-Modul ausbauen (lassen), öffnen und schauen, ob (wie ich vermute) ein Zahnrad defekt ist. Dann müsstest Du Dir halt ein zweites Modul als Ersatzteilspender besorgen und könntest evtl. das Original-Modul wieder instandsetzen.
Ich persönlich würde mich wohl eher für die Emulator-Lösung entscheiden. Ich würde die Sache aber nicht auf die lange Bank schieben - falls tatsächlich im Lock-Modul etwas defekt bzw. gebrochen ist, wird der Fehler wiederkommen und nicht unbedingt besser werden.
Gib dann bitte mal Rückmeldung, wofür Du Dich letztlich entschieden hast und wie das Ergebnis geworden ist! 
Gruß
SG