Hallo ans Forum,
mein 2,8 CRD fährt nicht mehr. Symptom: Drehzahl geht auch nach Einlegen von D oder R beim Gasgeben hoch, ohne dass sich das Fahrzeug bewegt. Laut meiner Wahrnehmung quasi kein Unterschied zu N.
Langfassung unten, meine beiden wichtigsten Fragen hier:
1. Was und wie kann ich an Drehmomentwandler und Getriebe testen, um den Fehler einzugrenzen? Gerne auch Links zu weiteren Informationen oder zB Postings hier, die ich noch nicht gefunden habe. Fehleranzeige über Zündung zeigt "Done", OBD-Scan steht noch aus.
2. Empfehlung für Reparaturmöglichkeiten (ist natürlich ein wenig abhängig davon, was bei 1. raukommt)? Das Auto steht aktuell in Weimar, ich selbst wohne in Radebeul. Ich werde morgen mal die Firma anrufen, bei denen ich immer mit meinem Chrysler Voyager zum Getriebeölwechsel war (Getriebeservice Kromer in Dresden) - eventuell gibt es ja aber Empfehlungen zu Spezialisten speziell zum 62TE. Ist klemu noch aktiv?
Vorgeschichte:
Am Samstag fuhr ich mit leerem Anhänger ca 500 km problemfrei nach München. Dort wurde eine gewisse Menge Holz aufgeladen - eine zerlegete Saunakabine. Gesamtgewicht kann ich schwer schätzen - laut Angaben für vergleichbare Bausätze im Internet ziemlich sicher unter einer Tonne, vermutlich sogar ein ganzes Ende.
Von da da 70 km zum ersten Tankstop und von da dann weitere 300 km auf der A9 nach Norden (also eher moderate Steigungen), bis folgendes auftrat: Längere Bergabafahrt in der Baustelle und dann Übergang in einen leichten Anstieg, in dem nach kurzer Strecke die Drehzahl hochging, ohne das entsprechender Vortrieb kam. Beim Gaswegnehmen ging die Drehzahl runter und bei erneutem Gasgebeversuch gab es einen Schlag so als würde man unvermittelt einkuppeln. Dann direkt auf der gesperrten Spur neben der Baustelle, die zum Glück frei war, ausgerollt (das Getriebe hat also nicht gebremst) und den Motor ausgemacht.
Beobachtungen:
Beim erneuten Start (Motorstart problemlos) ging die hintere Lüftung voll an, war wie es aussieht, auf Auto gesprungen. Motorlüfter schien auch voll zu laufen. Motortemperatur war vor dem Vorfall unkritisch, zumal es eine Weile bergab gegangen war. In meiner Erinnerung war auch ein gewisses Klappern zu hören, das ist jetzt aber nicht mehr so.
Motorkontrolleuchte ist nach Motorstart ausgegangen, jetzt (anderthalb Tage später) bleibt sie an. Fehler ausblinken geht allerdings direkt zu "Done", es wird also kein Fehler angezeigt.
In N rollt das Auto bergab los, in R und D (und P natürlich auch) nicht. Das Getriebe scheint sich im Stand manuell durchschalten zu lassen, wird jedenfall entsprechend im Display angezeigt.
Getriebeöl riecht nicht verbrannt, soweit ich das beurteilen kann.
Das Getriebe ist laut Vorbesitzer vor einem Jahr bei klemu in Behandlung gewesen und der Drehmomentwandler angeblich auch neu gemacht (da habe ich aber keinen Beleg drüber). Getriebeölstand habe ich vor vielleicht nem Monat nach der "cold turkey"-Methode von hier bestimmt und war ok (ca 85 mm, wenn ich mich recht erinnere).
Was ich während der Fahrt nicht gemacht habe, ist das Getriebe manuell auf den 5. zu begrenzen. Es waren aber wie gesagt keine extremen Steigungen zu bewältigen (wenn man vielleicht vom Bindlacher Berg absieht, aber der war schon eine Weile vorher). Vor dem Hochdrehen gab es auch keine Anzeichen irgendwelcher Probleme. Ich bin i.W. Tempomat 105 bzw in Baustellen halt 80 gefahren.
Wie kann man jetzt weiter vorgehen?
Das Auto steht bei meinen Eltern in Weimar, ich wohne bei Dresden. Ich werde den Hänger samt Beladung mit ihrem Auto nach Dresden bringen und dann ein wenig Zeug einpacken und den Voyager nochmal begutachten. Mitnehmen werde ich OBD-Dongle, alfaobd, Messstab fürs Getriebeöl und allgemeines Werkzeug. An was sollte man noch denken? Multimeter?
Was und wie sollte ich Testen/Prüfen?
Zum Thema Solenoids zB hab ich bisher nur grob quergelesen, da müsste ich mich nochmal schlauer machen. Vom reinen Draufschauen erstmal unauffällig, ich nehme aber an, dass man einen Defekt von außen eh nicht sieht.
Kennt jemand eine passende Werkstatt in der Nähe von Weimar oder gibt es eine Empfehlung, wie ich weiter vorgehen sollte, um das Fahrzeug wieder fahrtauglich zu kriegen? Ich habe zumindest die Vermutung, dass man das eher nicht selbst am Straßenrand mit einem durchschnittlichen Werkzeugsatz hinbekommt.
Ciao
Jan

