Es gibt auch laut HB und Säulenetikett auch nur einen Luftdruck (2,5) für alle Beladungs-/Lastzustände
.
Nur mal eine Überlegung dazu: Wenn man bedenkt, was durch den Inhalt des Motorraums vorn bereits für eine Last auf den Reifen liegt, kann man getrost davon ausgehen, das der volle Beladungszustand hinten einkalkuliert ist. Selbst wenn sich das positionsbedingt etwas verteilt.
Noch ein erwähnenswerter Aspekt ist die weitgehend peinlich genaue Auswuchtung der Räder. Das wird schließlich nicht aus Komfortgründen gemacht, sondern um die o.g. Teile vor schädlichen Schwingungen etc. zu schützen. Mal abgesehen von den eh nicht sonderlich festen Gewichten, die sich selbst unter Normalbedingungen gern verabschieden, macht man diese Bemühungen beim katastrophalen Zustand unserer Strassen komplett zunichte.
Nicht zu unterschätzen ist auch noch die Kraft der Sonne. Hier mal ein Auszug aus der Beschreibung:
Prüfen Sie bei stark schwankenden Außentemperaturen den Reifendruck häufiger, da sich Temperaturänderungen auf den Reifendruck auswirken.
Reifendrücke ändern sich bei einer Lufttemperaturänderung von jeweils 7 °C um ungefähr 0,07 bar. Dieser Sachverhalt ist zu berücksichtigen,
wenn der Reifendruck in einer Garage geprüft wird, insbesondere imWinter.
Beispiel: Bei Temperatur in der Garage 20 °C und Außentemperatur 0 °C sollte der kalte Reifendruck um
0,21 bar erhöht werden, was 0,07 bar pro 7 °C bei dieser Außentemperatur entspricht.
Der Reifendruck kann während des Betriebs von 0,13 auf 0,4 bar ansteigen.
Aus warmgefahrenen Reifen keine Luft ablassen, da sonst der Druck zu niedrig ist.
Aus diesen Werten läßt sich leicht errechnen was da im Hochsommer abgeht, wenn der Wagen paar Stunden in der prallen Sonne steht.
Gerade bei den Reifen kann man sicher davon ausgehen, das man sich bei den vorgegebenen Werten was gedacht hat.
Gruß Gerhard